Rigg, Donata +


Die Facette


Was passiert mit uns, wenn wir uns in zerbrechlichen Lebensräumen und Kontexten bewegen, die suggerieren, Identität zu stiften?

»HAST DU EIN GESPENST gesehen, fragte P., bevor er aufsprang und mir Wasser holte.«

Alex Schumann, Ich-Erzählerin des Romans und Vertreterin des akademischen Prekariats, einst Bohème genannt, läuft Gefahr, ihre Wohnung zu verlieren: Sie wird von ihren Vermietern bezichtigt, in den Keller des subventionierten Hauses, in dem sie wohnt, eingebrochen zu sein. Zudem war sie im Sommer bereits unerlaubterweise für mehrere Wochen verreist – zusammen mit einer großen Liebe, die seitdem keine große Liebe mehr ist.

»SCHLUSS MIT ANALYSE, SCHLUSS mit Kügelchen, sagte der Therapeut, der sowohl Analytiker und Psychiater als auch Homöopath war, heute. Ich sah aus dem Fenster und fragte mich, wahrscheinlich um etwas Episches in die Situation einzuschleusen, ob die Alster dieses Jahr noch zufrieren würde.«

DIE FACETTE – ein Roman aus dem Innenleben einer Szene, der es nicht gelingt, über ihre Grenzen hinweg auszustrahlen, sondern die sich stattdessen auflöst.

Donata Rigg, geboren in Konstanz. Nach Abschluss der Studien der Theaterwissenschaften, Neueren deutschen Literatur und Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig erscheint 2010 der Roman WEISSE SONNTAGE beim mairisch Verlag. Darauffolgend langjährige Praxis in künstlerischen und literarischen Kooperationen, u. a. bei die bedingungslose akademie und brother VRLG. Nach Stationen in Berlin, Leipzig und Hamburg seit einiger Zeit wieder in Berlin, wo sie als Autorin und Lektorin arbeitet. DIE FACETTE ist ihr zweiter Roman. www.werspricht.de

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Rigg, Donata

Die Facette

248 Seiten

16,00 Euro

Taschenbuch

Ma├če: 11 x 18 cm

ISBN: 978-3-86485-241-1

Hamburg 2020


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